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Mechanische Uhren
Ob als dekoratives Prestigeobjekt oder als wertbeständige Geldanlage - mechanische Zeitmesser fürs Handgelenk liegen wieder voll im Trend. plus stellt Ihnen hier die feinen Unterschiede der noch feineren Armbanduhren vor.
 Mechanische Uhren sind kein Refugium ewig Gestriger. Ganz im Gegenteil: Das Interesse an traditioneller Uhrmacherkunst ist erst vor wenigen Jahren wieder erwacht. Davor lagen die siebziger sowie die frühen achtziger Jahre, in denen elektronische Uhren und nüchtern funktionales Denken die alteingesessenen Uhrenmanufakturen fast vollständig verdrängt hatten. Doch die Alleinherrschaft der extraflachen, elektronisch gesteuerten und digital anzeigenden Zeitmaschine am Handgelenk ist heute passé. Für die verbliebenen oder neu hinzukommenden Hersteller lohnt es sich wieder, eine mechanische Kollektion für solche Kunden aufzulegen, die bereit sind den Preis für ein Wunderwerk der Feinmechanik zu entrichten.
 
Wann ist eine Uhr gut?
Gute Uhren geben sich äußerlich am Edelstahlgehäuse zu erkennen. Das Uhrwerk ist hinter einem soliden Druckboden mit einer Nut für die O-Ring-Dichtung verkapselt, noch besser ist ein Schraubboden mit Gewinde. Dieser hat den Vorteil, dass er auch nach vielen Jahren und Öffnungsvorgängen noch passgenau sitzt. Das Zifferblatt zeigt sich idealerweise hinter kratzhartem Saphirglas, das bündig mit dem Gehäuse abschließt und nicht übersteht. Das Zifferblatt sollte feine, aufgesetzte Appliken haben und keine breiten, tiefgezogenen Stundenzeichen. Man sollte sich vor der Kaufentscheidung die Uhr stets öffnen lassen, um die Antriebsquelle in Augenschein zu nehmen.
Ein Schweizer Uhrwerk sollte es bei einem Zeitmesser von 500 Mark an aufwärts schon sein. Uhrwerke aus Fernost sind nur in Modeuhren unter 500 Mark akzeptabel. Uhrwerke - der Fachausdruck lautet Kaliber - in matt-rohem Zustand sind nur bei Uhren unter 1 000 Mark hinzunehmen. Bei teureren Modellen sollten die bewegten Teile bearbeitet sein: hochglanzpoliert, fein geschliffen oder mit so genannten Genfer Streifen versehen: einem Muster aus satinierten und polierten Flächen. Nur ein verzierter Rotor ist jenseits der 1 000 Mark zu wenig. Ab etwa 3 000 Mark ist auch die Innenseite des Uhrenbodens mit einem Pfauenaugenschliff dekoriert. Eine verschraubte Krone muss nicht sein, es sei denn die Uhr ist ausdrücklich wasserdicht (Water Resistant). Das Zifferblatt ist das Gesicht der Uhr und sollte wertig und aufgeräumt erscheinen. Funktionell sind Zeiger und Leuchtziffern; ein heller, silberner Hintergrund wirkt am vornehmsten.
 
Quarz oder Mechanik?
Die Ganggenauigkeit einer Quarzuhr ist unerreicht: Die eingebaute Batterie gibt ihre Energie an einen Schaltkreis ab, der den Quarzkristall zum Schwingen bringt. Weil die Zeiteinheit in viele winzige Schwingungen unterteilt wird, funktioniert eine Quarzuhr außerordentlich präzise. Quarzuhren sind zudem billiger als ihre mechanischen Pendants. Außerdem weicht die Zeit durchschnittlich nur eine Sekunde im Monat ab, und die Batterie muss meist nur alle zwei Jahre gewechselt werden. Eine Quarzuhr ist also die ideale Uhr für alle, die sich nur wenig um ihren Zeitmesser kümmern wollen.

Einen bleibenden Wert - auch im materiellen Sinne - stellt nur eine mechanische Uhr dar. Die Entscheidung für eine mechanische Uhr ist vor allem eine Frage des Gefühls. Je mehr Geld für eine Uhr angelegt werden soll oder kann, desto eher sollte man sich für ein mechanisches Werk entscheiden. Der automatische Aufzug ist dabei dem manuellen Uhrwerk, das täglich von Hand bedient werden muss, vorzuziehen. Eine Automatikuhr nutzt die Bewegungen ihres Trägers, um das Werk selbstätig aufzuziehen. Ein halbkreisförmiger Rotor nimmt dabei die Bewegungsenergie auf und gibt sie ans Räderwerk weiter. Die Uhr bleibt bei regelmäßigem Tragen nie stehen.

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